Texte und Bilder: was Besucher wirklich lesen
Besucher lesen im Netz selten Wort für Wort. Sie überfliegen, suchen nach Stichworten und entscheiden in Sekunden, ob sie bleiben. Gute Website-Texte und Bilder nehmen darauf Rücksicht.
Schreiben für Menschen, die überfliegen
Die wichtigste Information gehört an den Anfang – in die Überschrift und den ersten Satz. Danach folgen Details. Journalisten nennen das umgekehrte Pyramide. Für eine Leistungsseite heißt das: Erst sagen, was Sie anbieten und für wen, dann erklären, wie es abläuft, und zum Schluss, was es kostet oder wie man Kontakt aufnimmt.
Einige einfache Regeln helfen:
- kurze Absätze mit drei bis fünf Sätzen
- aussagekräftige Zwischenüberschriften, die auch allein Sinn ergeben
- Aufzählungen für Leistungen, Vorteile oder Schritte
- konkrete Angaben statt Floskeln: „Termine meist innerhalb einer Woche“ statt „schnell und zuverlässig“
- eine einheitliche Anrede, entweder Sie oder du
Wie lang darf ein Text sein?
So lang wie nötig, so kurz wie möglich. Eine Kontaktseite braucht nur wenige Sätze, eine Leistungsbeschreibung darf ausführlich sein, wenn sie Fragen beantwortet, die Kunden tatsächlich stellen. Für Suchmaschinen gilt dasselbe: Sie belohnen Seiten, die eine Frage gut beantworten, nicht Seiten mit möglichst vielen Wörtern. Mehr dazu unter Gefunden werden.
Eigene Fotos schlagen Bilddatenbanken
Authentische Fotos von Ihnen, Ihrem Team, Ihren Räumen oder Ihren Arbeiten schaffen mehr Vertrauen als austauschbare Stockfotos. Ein Handy der letzten Jahre reicht dafür oft aus, wenn Sie auf gutes Licht achten: Tageslicht von der Seite, kein Blitz, ruhiger Hintergrund. Querformat passt in den meisten Layouts besser als Hochformat.
Wer keine eigenen Fotos hat, kann auf freie Archive zurückgreifen. Wichtig ist, dass die Lizenz die Nutzung erlaubt und etwaige Namensnennungen eingehalten werden. Was dabei rechtlich zu beachten ist, steht im Beitrag über Bilder und Urheberrecht.
Bilder für das Netz vorbereiten
Ein Foto direkt aus der Kamera ist oft mehrere Megabyte groß und viele tausend Pixel breit. Auf einer Website wird es selten breiter als 1200 bis 2000 Pixel angezeigt. Verkleinern Sie Bilder deshalb vor dem Hochladen und speichern Sie sie komprimiert, zum Beispiel als JPEG oder im moderneren WebP-Format. Das spart Ladezeit, besonders auf dem Smartphone.
Alternativtexte nicht vergessen
Jedes inhaltlich wichtige Bild sollte einen Alternativtext bekommen, der beschreibt, was darauf zu sehen ist. Screenreader lesen ihn Menschen mit Sehbehinderung vor, und Suchmaschinen verstehen dadurch den Bildinhalt. „Werkstatt mit Hobelbank und Werkzeugwand“ ist hilfreich, „Bild1.jpg“ nicht. Mehr dazu im Beitrag über Barrierefreiheit.
Checkliste
- Wichtigste Aussage jeder Seite steht am Anfang
- Zwischenüberschriften ergeben allein einen roten Faden
- Einheitliche Anrede auf der ganzen Website
- Eigene Fotos oder sauber lizenzierte Bilder
- Bilder verkleinert und komprimiert
- Alternativtexte für alle wichtigen Bilder