Die eigene Domain: Namen finden und sicher registrieren
Die Domain ist die Adresse Ihrer Website und oft auch Ihrer E-Mails. Sie wird jahrelang genutzt, auf Visitenkarten gedruckt und weitergegeben. Die Wahl verdient deshalb etwas Sorgfalt.
Was eine Domain eigentlich ist
Eine Domain ist ein leicht merkbarer Name für einen Server im Internet. Hinter den Kulissen übersetzt das Domain Name System (DNS) diesen Namen in eine technische IP-Adresse. Die Adresse besteht aus mehreren Teilen: der Endung (Top-Level-Domain, etwa .de), dem eigentlichen Namen davor und gegebenenfalls einer Subdomain wie „www“.
Für .de-Adressen ist die DENIC eG mit Sitz in Frankfurt am Main zuständig. Registriert wird aber nicht direkt dort, sondern über einen Registrar – in der Praxis meist Ihren Webhoster oder einen Domainanbieter.
Welche Endung passt?
Für Angebote in Deutschland ist .de die naheliegende Wahl. Besucher vertrauen der Endung, und sie signalisiert den regionalen Bezug. Die Endung .com ist international verbreitet, wird hierzulande aber oft mit großen Unternehmen verbunden. Daneben gibt es zahlreiche neue Endungen wie .shop, .online oder Städte-Endungen wie .berlin. Sie können sinnvoll sein, wenn die gewünschte .de-Adresse vergeben ist – sollten aber zum Angebot passen.
Regeln für .de-Domains
Für .de-Adressen gelten einige technische Regeln:
- erlaubt sind die Buchstaben a bis z, die Ziffern 0 bis 9 und der Bindestrich
- der Bindestrich darf nicht am Anfang oder Ende stehen
- der Name darf höchstens 63 Zeichen lang sein
- seit 2004 sind auch Umlaute und andere Sonderzeichen möglich (internationalisierte Domains)
Umlaut-Domains wie „bäckerei-beispiel.de“ sind zwar erlaubt, machen aber in der Praxis gelegentlich Probleme, etwa bei E-Mail-Adressen oder beim Abtippen im Ausland. Viele sichern deshalb zusätzlich die Schreibweise mit „ae“, „oe“ und „ue“ und leiten sie weiter.
Gute Namen, schlechte Namen
Ein guter Domainname ist kurz, eindeutig auszusprechen und lässt sich am Telefon ohne Buchstabieren durchgeben. Vermeiden Sie Zahlen, die man als Wort oder als Ziffer schreiben kann, mehrere Bindestriche hintereinander und Namen, die leicht mit anderen verwechselt werden. Markennamen Dritter gehören nicht in Ihre Domain – das kann teure Abmahnungen nach sich ziehen, selbst wenn keine Absicht dahintersteckt.
Kosten und Laufzeit
Eine .de-Domain kostet bei den meisten Anbietern wenige Euro im Jahr, oft ist sie im Hostingpaket enthalten. Achten Sie auf den Preis ab dem zweiten Jahr: Manche Angebote locken mit einem günstigen Einstieg und verlangen danach deutlich mehr. Domains werden in der Regel jährlich verlängert, solange Sie nicht kündigen.
Wem gehört die Domain?
Der wichtigste Punkt bei der Registrierung: Tragen Sie sich selbst oder Ihren Betrieb bzw. Verein als Domaininhaber ein – nicht die Agentur oder den hilfsbereiten Bekannten, der die Seite baut. Wer als Inhaber eingetragen ist, entscheidet über die Domain. Bei einem Streit oder wenn der Dienstleister nicht mehr erreichbar ist, kann das sonst schnell zum Problem werden.
Mit der Domain verbunden ist oft auch Ihre E-Mail-Adresse. Eine eigene Adresse wie info@ihr-name.de wirkt professioneller als eine Freemail-Adresse und bleibt erhalten, wenn Sie den E-Mail-Anbieter wechseln. Wie Domain und Speicherplatz zusammenspielen, erklärt der Beitrag über Webhosting.
Checkliste
- Name kurz, eindeutig und am Telefon gut durchzugeben
- Keine fremden Marken im Namen
- Verfügbarkeit geprüft, ggf. Varianten mit Ort oder Branche
- Sie selbst bzw. Ihr Betrieb oder Verein als Inhaber eingetragen
- Preis ab dem zweiten Jahr verglichen
- Zugangsdaten zum Domainanbieter sicher abgelegt