Zum Inhalt springen
m-eins-vDie eigene Website – verständlich
A · Grundlagen

Website planen: erst das Ziel, dann die Technik

Aktualisiert am · 3 Min. Lesezeit · Bauplan-Schritt 1 von 7

Die meisten Website-Projekte scheitern nicht an der Technik, sondern an fehlender Planung. Eine Stunde mit Stift und Papier spart später Tage – und oft auch Geld.

StartseiteLeistungenÜber unsKontaktLeistung ALeistung BLeistung CTeamImpressumDatenschutzEbene 1 · Ebene 2 – mehr braucht es selten
Eine einfache Seitenstruktur: Startseite, drei Hauptbereiche, darunter die Unterseiten.

Die drei Fragen vor dem ersten Klick

Bevor Sie sich für einen Anbieter, ein System oder ein Design entscheiden, sollten drei Fragen beantwortet sein. Schreiben Sie die Antworten ruhig in ganzen Sätzen auf – sie sind später die Grundlage für Texte, Menü und Startseite.

  1. Wozu dient die Seite? Neue Kunden gewinnen, Mitglieder informieren, Bewerbungen unterstützen, ein Hobby zeigen – jedes Ziel führt zu einer anderen Seite.
  2. Wer soll sie lesen? Stammkunden suchen Öffnungszeiten, Neukunden wollen Vertrauen fassen, Vereinsmitglieder brauchen Termine.
  3. Was sollen Besucher tun? Anrufen, eine E-Mail schreiben, vorbeikommen, sich anmelden, ein Formular herunterladen.

Von der Zielgruppe zur Seitenstruktur

Aus den Antworten ergibt sich, welche Seiten Sie brauchen. Für die meisten kleinen Websites reichen fünf bis acht Seiten. Mehr ist nicht besser: Jede Seite muss geschrieben, bebildert und später gepflegt werden.

Eine bewährte Methode ist die Sitemap-Skizze: Oben steht die Startseite, darunter die Hauptbereiche, darunter die Unterseiten. Mehr als zwei Ebenen braucht eine kleine Website selten. Jede Seite bekommt einen eindeutigen Namen – „Leistungen“ statt „Was wir machen“, „Kontakt“ statt „Schreiben Sie uns“. Besucher kennen diese Begriffe und finden sich sofort zurecht.

Die Startseite ist kein Inhaltsverzeichnis

Die Startseite muss in wenigen Sekunden drei Dinge klarmachen: Wer steht hinter der Seite? Was wird angeboten? Wo geht es weiter? Ein Willkommenstext, der mit „Herzlich willkommen auf unserer Homepage“ beginnt, verschenkt genau diese Sekunden. Besser ist ein Satz, der das Angebot beschreibt, etwa „Fliesenarbeiten für Bad und Küche im Landkreis …“ oder „Kinderturnen, Volleyball und Nordic Walking für alle Altersgruppen“.

Inhalte sammeln, bevor gestaltet wird

Wer zuerst ein Design auswählt und dann Texte „hineinfüllt“, bekommt fast immer Probleme: Die Bilder passen nicht ins Format, Texte sind zu lang für die vorgesehenen Kästen, wichtige Informationen fehlen. Sammeln Sie deshalb vorab:

  • Texte für jede geplante Seite, zumindest als Entwurf
  • Fotos, an denen Sie die Rechte haben (mehr dazu unter Bilder und Urheberrecht)
  • Logo, falls vorhanden, möglichst als Vektordatei
  • Kontaktdaten, Öffnungszeiten, Anfahrt
  • Angaben für Impressum und Datenschutzerklärung

Budget und Zeit ehrlich einschätzen

Zur Planung gehört auch die Frage, wie viel Zeit Sie nach dem Start investieren können. Eine Seite mit Neuigkeiten-Bereich, der seit zwei Jahren nicht aktualisiert wurde, wirkt schlechter als eine Seite ganz ohne Neuigkeiten. Wer wenig Zeit hat, plant besser zeitlose Inhalte und verzichtet auf Rubriken, die ständig gefüttert werden müssen. Die laufenden Kosten für Domain, Hosting und Pflege gehören ebenfalls in die Rechnung – dazu mehr im Beitrag über Baukasten, CMS oder individuelle Website.

Checkliste

  • Ziel der Website in einem Satz formuliert
  • Wichtigste Zielgruppe benannt
  • Gewünschte Handlung der Besucher festgelegt
  • Sitemap-Skizze mit höchstens zwei Ebenen
  • Texte und Fotos für jede Seite gesammelt
  • Zeitbudget für die Pflege nach dem Start geklärt

Passt dazu

Weiterlesen