Mobil und schnell: die Website auf dem Smartphone
Viele Besucher sehen Ihre Website zuerst auf dem Smartphone, oft unterwegs und mit wechselhafter Verbindung. Was dort nicht funktioniert, funktioniert für diese Menschen gar nicht.
Responsiv statt „mobile Version“
Früher bauten manche Anbieter eine zweite, abgespeckte Seite für Handys, oft unter einer eigenen Subdomain. Heute ist responsives Design der Standard: Eine einzige Website passt ihr Layout automatisch an die Bildschirmbreite an. Spalten rutschen untereinander, Menüs klappen zusammen, Bilder werden kleiner. Das spart doppelte Pflege, und Suchmaschinen sehen überall dieselben Inhalte.
Google bewertet Websites inzwischen grundsätzlich anhand ihrer mobilen Darstellung. Inhalte, die auf dem Smartphone fehlen, zählen im Zweifel nicht.
Ladezeit: jede Sekunde zählt
Mobile Verbindungen sind nicht immer schnell. Die größten Bremsen auf kleinen Websites sind fast immer dieselben:
- zu große Bilder: Fotos mit mehreren Megabyte, die nur briefmarkengroß angezeigt werden
- zu viele Erweiterungen: jedes Plugin lädt eigene Dateien
- externe Dienste: Karten, Videos, Chat-Fenster, Schriften von fremden Servern
- Slider und Animationen: schön anzusehen, aber schwer und selten gelesen
Wie Sie Bilder richtig vorbereiten, steht im Beitrag über Texte und Bilder. Dass weniger externe Dienste auch beim Datenschutz helfen, zeigt Datenschutz auf der Website.
Bedienung mit dem Daumen
Auf dem Smartphone gibt es keine Maus. Links und Schaltflächen müssen groß genug sein und genug Abstand haben, damit man nicht versehentlich das Falsche trifft. Die Telefonnummer sollte ein anklickbarer Link sein, die Adresse direkt in die Kartenanwendung führen. Formulare brauchen passende Tastaturen – für E-Mail-Felder die mit @-Zeichen, für Telefonnummern die Zifferntastatur.
Lesbarkeit unterwegs
Fließtext sollte auch auf dem Handy ohne Zoomen lesbar sein, mit ausreichender Schriftgröße und genug Zeilenabstand. Kontraste müssen stimmen, denn draußen im Sonnenlicht verschwindet hellgraue Schrift fast vollständig. Diese Punkte decken sich weitgehend mit den Grundregeln der Barrierefreiheit.
So testen Sie Ihre Seite
- Eigene Geräte: Öffnen Sie die Seite auf Ihrem Smartphone, am besten auch auf einem älteren Gerät oder dem eines Bekannten.
- Browser-Werkzeuge: Die Entwicklerwerkzeuge von Chrome oder Firefox simulieren verschiedene Bildschirmgrößen.
- Messwerkzeuge: Kostenlose Tests wie PageSpeed Insights zeigen Ladezeiten und konkrete Verbesserungsvorschläge.
- Echte Nutzer: Bitten Sie jemanden, auf dem Handy Ihre Telefonnummer oder die Trainingszeiten zu finden, und schauen Sie zu.
Checkliste
- Layout passt sich allen Bildschirmgrößen an
- Bilder verkleinert, unnötige Erweiterungen entfernt
- Telefonnummer und Adresse mobil anklickbar
- Schrift ohne Zoomen lesbar, Kontraste ausreichend
- Test auf echtem Smartphone und mit PageSpeed Insights