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Website pflegen: sicher und aktuell bleiben

Aktualisiert am · 3 Min. Lesezeit

Mit der Veröffentlichung ist eine Website nicht fertig. Technik altert, Inhalte veralten, und ungepflegte Seiten werden zum Sicherheitsrisiko. Ein kleiner, fester Pflegeplan verhindert das.

alle3 MonateUpdates1Backup2Inhalte prüfen3Passwörter4
Der Pflegekreislauf: aktualisieren, sichern, prüfen – in festen Abständen.

Warum Updates so wichtig sind

Content-Management-Systeme wie WordPress, ihre Themes und Erweiterungen werden laufend weiterentwickelt. Viele Updates schließen Sicherheitslücken. Angreifer suchen automatisiert nach Websites, die veraltete Versionen einsetzen – dabei ist es egal, ob die Seite einem großen Konzern oder einem kleinen Verein gehört.

  • System-Updates zeitnah einspielen, kleinere Sicherheitsupdates möglichst automatisch
  • Erweiterungen regelmäßig prüfen: Was nicht gebraucht wird, wird gelöscht, nicht nur deaktiviert
  • Themes und Erweiterungen nur aus vertrauenswürdigen Quellen, niemals „kostenlose Vollversionen“ kostenpflichtiger Produkte

Bei Baukästen übernimmt der Anbieter diese Arbeit – ein Grund, warum sie für Menschen ohne Zeit für Technik attraktiv sind. Mehr zum Vergleich unter Baukasten, CMS oder individuell.

Backups nach der 3-2-1-Regel

Ein Backup ist nur so gut wie seine Wiederherstellung. Bewährt hat sich die 3-2-1-Regel: drei Kopien Ihrer Daten, auf zwei unterschiedlichen Speichern, davon eine außer Haus. Für eine kleine Website heißt das zum Beispiel: die Live-Seite, die automatischen Sicherungen des Hosters und eine regelmäßige Sicherung auf einem eigenen Speicher.

Zugänge absichern

  • Lange, einzigartige Passwörter für Domain, Hosting, CMS und E-Mail, gespeichert in einem Passwortmanager
  • Zwei-Faktor-Anmeldung überall dort, wo sie angeboten wird
  • Eigene Zugänge für jede Person, die an der Seite arbeitet, statt eines geteilten Admin-Kontos
  • Zugänge ehemaliger Helfer oder Dienstleister zeitnah entfernen

Inhalte regelmäßig prüfen

Veraltete Inhalte schaden dem Eindruck mehr als fehlende. Öffnungszeiten, Preise, Ansprechpartner, Termine und Teamfotos sollten stimmen. Ein fester Termin im Kalender, einmal im Quartal, reicht für die meisten kleinen Seiten:

  1. Alle Seiten einmal durchklicken, auch auf dem Smartphone
  2. Kontaktdaten, Zeiten und Preise prüfen
  3. Tote Links suchen und korrigieren
  4. Impressum und Datenschutzerklärung mit dem tatsächlichen Stand abgleichen, siehe Datenschutz auf der Website
  5. In der Search Console nach Fehlermeldungen schauen, siehe Gefunden werden

Wenn doch etwas passiert

Wird eine Website gehackt, zeigt sie oft fremde Werbung, leitet auf dubiose Seiten um oder verschickt Spam. Dann gilt: Seite vom Netz nehmen oder in den Wartungsmodus schalten, alle Passwörter ändern, eine saubere Sicherung zurückspielen, danach sämtliche Updates einspielen. Informieren Sie Ihren Hoster – viele helfen bei der Bereinigung. Wurden personenbezogene Daten abgegriffen, kann eine Meldung an die Datenschutzaufsicht innerhalb von 72 Stunden nötig sein.

Checkliste

  • Updates für System, Theme und Erweiterungen eingespielt
  • Unbenutzte Erweiterungen gelöscht
  • Backups nach der 3-2-1-Regel, Wiederherstellung getestet
  • Passwortmanager und Zwei-Faktor-Anmeldung eingerichtet
  • Quartalstermin für die Inhaltsprüfung im Kalender

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