Die eigene Homepage als Privatperson
Ob Hobby, Familienchronik, Portfolio oder Bewerbungsseite: Eine eigene Website ist heute ohne Programmierkenntnisse machbar. Wer ein paar Grundbegriffe kennt, trifft bessere Entscheidungen.

Warum überhaupt eine eigene Website?
Soziale Netzwerke sind bequem, aber Sie haben dort wenig Kontrolle: Die Plattform bestimmt, wer Ihre Beiträge sieht, kann Regeln ändern oder Konten sperren. Eine eigene Website gehört Ihnen. Sie ist unter Ihrer Adresse erreichbar, lässt sich frei gestalten und bleibt, solange Sie sie betreiben.
Typische private Projekte sind:
- ein Portfolio für Fotografie, Illustration, Handwerk oder Texte
- eine Bewerbungsseite mit Lebenslauf und Arbeitsproben
- eine Hobbyseite über Modellbau, Garten, Wandern oder Ahnenforschung
- eine Familienseite mit Chronik, Rezepten oder Reiseberichten
Schritt für Schritt zur ersten Seite
- Idee festhalten: Worum geht es, und wer soll die Seite lesen? Mehr dazu unter Website planen.
- Domain sichern: Ein kurzer Name, idealerweise Ihr eigener, mit der Endung .de. Hinweise unter Domain finden.
- Werkzeug wählen: Für den Einstieg reicht meist ein Baukasten. Wer mehr Freiheit möchte, nimmt ein CMS wie WordPress.
- Inhalte erstellen: Texte schreiben, Fotos auswählen und verkleinern.
- Veröffentlichen und testen: am Bildschirm und auf dem Smartphone.
Brauchen Privatleute ein Impressum?
Seiten, die ausschließlich persönlichen oder familiären Zwecken dienen, sind von der Impressumspflicht ausgenommen. Die Grenze verläuft aber schneller, als viele denken: Werbebanner, Affiliate-Links, ein Angebot von Leistungen – etwa Fotoaufträge im Portfolio – oder regelmäßige redaktionelle Beiträge können eine Pflicht auslösen. Im Zweifel ist ein vollständiges Impressum die sicherere Wahl. Eine Datenschutzerklärung brauchen Sie, sobald Daten der Besucher verarbeitet werden, was praktisch immer der Fall ist.
Fotos: Vorsicht bei Personen
Auf einer Familien- oder Reiseseite landen schnell Fotos von Freunden, Verwandten oder Fremden. Wer erkennbar zu sehen ist, sollte einverstanden sein – bei Kindern die Eltern. Fotos aus dem Netz sind tabu, solange keine passende Lizenz vorliegt. Die Regeln im Detail stehen im Beitrag über Bilder und Urheberrecht.
Klein anfangen, dann wachsen
Die eigene Homepage muss nicht am ersten Tag fertig sein. Starten Sie mit drei oder vier Seiten und ergänzen Sie nach und nach. Eine kleine, gepflegte Seite macht mehr Freude – Ihnen und den Besuchern – als ein großes Projekt, das nach dem ersten Monat liegen bleibt.
Checkliste
- Zweck und Zielgruppe der Seite formuliert
- Domain auf den eigenen Namen registriert
- Baukasten oder CMS ausgewählt
- Einwilligung von abgebildeten Personen eingeholt
- Impressumspflicht geprüft, Datenschutzerklärung erstellt
- Zugangsdaten sicher abgelegt